Viel Fußball

In einem Spiel, das von allem, was Fußball ist, viel hatte, gewinnt Union gegen Aufsteiger Holstein Kiel 4-3 (3-3[sic]).

Expected goals Karte

Die Expected Goals Karte des Spiels zeigt, dass nicht 'jeder Schuss ein Treffer' war, sondern das Ende jeden Angriffes ein Abschluss aus guten Positionen. Die dann auch noch überdurchschnittlich gut verwertet wurden. Die Graphiken stammen von 11tegen11, hier erkläre ich sie kurz.

Grundausrichtung

Vor dem Spiel hatte Jens Keller angekündigt, vielleicht mit einer taktischen Umstellung offene Räume in Kiels 4141 Formation, die zunächst unverändert zum Saisonstart auflief, finden zu wollen. Dieser Korrespondent vermutete, dass Unions Anpassung darin bestehen könnte, die Mittelfeldaufteilung mit zwei Sechser und einem Zehner umzukehren und stattdessen Damir Kreilach eine Position vor dem dann alleinigen defensiven Mittelfeldspieler Kroos agieren zu lassen.

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Award Show

Zur nun beendeten Saison werden zum ersten Mal die Eiserne Ketten Awards verliehen

upside

Philipp Hosiner ist immer noch vielversprechend, Photo: Stefanie Fiebrig

  • Julian Weigl MVP (wertvollster Spieler):

    Steven Skrzybski hat in dieser Saison seine positive Entwicklung aus der letzten fortgesetzt und war essentiell für eine funktionierende Union Offensive. Neben seinen eigenen Abschlüssen, die noch besser gewählt werden könnten, war er auch dadurch wichtig, durch seine Präsenz auf dem rechten Flügel Räume anderswo zu öffnen. Auch wenn seine Effektivität auf der 10 noch ausbaufähig war, zeigte sich Skrzybskis Wert, als er am Ende der Saison fehlte.

  • Cristiane LVP (least valuable player):

    So leid es mir tut: Eroll. Auch wenn man die Kategorie fairerweise in least valued player umbenennen müsste, war Erolls Beitrag zu dieser Saison minimal. Von seinem starken Spiel in Dortmund einmal abgesehen.

  • Alexander Zickler Einwechslung der Saison:

    Die andere Ausnahme: Erolls Einwechslung in Bielefeld, die half, das Spiel zu verändern und aus einem 3-1 Rückstand eine 4-3 Führung zu machen. Eroll war dabei an einem der schönsten Union Tore der Saison, erzielt von Skrzybski, wesentlich beteiligt.

  • Martin Odegaard Rookie of the Year:

    Lukas Lämmel gewinnt, als einziger echter Debütant der Saison, die Kategorie by default.

  • Bester Spieler:

    Toni Leistner, leader, header, legend.

  • Nicola Sansone Taktikblasenliebling:

    Stephan Fürstner, im Speziellen dafür, wie er mit seiner Antizipationsfähigkeit die Lücken in Unions manchmal eher unkompaktem Pressing füllt.

  • Jermaine Jones Taktikblasenhassspieler:

    Sechser, die sich in eine Aufbaudreierkette fallen lassen, wenn der Gegner nicht besonders aggressiv presst und die Bewegung Anspielstationen minimiert statt zu erhöhen.

  • Björn Jopek High Upside Award:

    Philipp Hosiner, wenn er passend eingebaut wird. Vor allem eine Paarung mit Skrzybski, in der sich beide 10er Raum und Spitze flexibel und variabel aufteilen, bleibt vielversprechend.

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Trotzdem bequem

Eine kleine Inspiration für Unions Saisonabschluss, morgen in Fürth

à la Wir sind die Kranken...

Wir sind Unioner /
und ihr seid Frangen,/
denen schon Aufstiege mislangen./
stolz auf Union sind wir trotzdem/
hier ist es schließlich auch bequem.../
Stolz

Die Farben für den Ausflug nach Fürth, für den es sich lohnt, alles noch einmal aufzuheben. Photo: Stefanie Fiebrig

Intensiv abwesend

Im letzten Heimspiel der Saison kann Union eine unwahrscheinliche Vorlage aus Bielefeld nicht nutzen, da einer vielseitig neuformierten Mannschaft Qualität und Intensität fehlen, um gegen Heidenheim nicht 0-1 zu verlieren.

Hosiner

Enttäuschung, dann doch. Photo: Hupe, union-foto.de

Grundausrichtung

Auf die Verletzung von Toni Leistner und die Sperren des kroatischen Duos Kreilach und Puncec, zusätzlich zu den Ausfällen von Polter und Skrzybski, reagierte Jens Keller, indem er die tiefen personellen Alternativen auf den Defensivpositionen nutzte. Während Schönheim und Pogatetz die Innenverteidigung stellten, kam Kessel rechts in der Abwehr zum Einsatz, Trimmel rückte damit eine Position vor auf den offensiven Flügel.

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Nicht gut genug

Union verliert in Braunschweig verdient das Spiel und die Chance auf den Aufstieg.

Grundausrichtung

In Abwesenheit von Polter und Skrzybski entschied sich Jens Keller, wie zu erwarten, dafür, zum 433 zurückzukehren. Hedlund auf rechts und Redondo auf links besetzten die Flügel linear, Hosiner das Sturmzentrum mit ausweichenden Bewegungen ins offensive Mittelfeld.

Union

Die Aufstellung zu Beginn

Dagegen stellte Torsten Lieberknecht eine Mannschaft, die stark darauf fokussiert war, das Mittelfeld nach tiefen Ballgewinnen schnell zu überbrücken. Nominell spielte man dazu in ein 4132-Rautensystem, indem die Spieler an den Seiten der Raute aber eher die Flügel als die Halbräume im Mittelfeld besetzten.

Expected goals Verlauf

Die Abfolge der Torchancen. Braunschweig war das gesamte Spiel über gefährlicher, und kam nach der roten Karte zu vielen Abschlüssen. Erklärung der Graphiken

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Lücken schließen

Am frühen Abend spielt der 1. FC Union Berlin gegen den SV Sandhausen und muss gewinnen, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren und die Lücke zu den Kontrahenten bis zu deren Spielen zu schließen. Auch taktisch stellen sich dabei interessante Fragen, die wir in der Liveanalyse behandeln.

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Wir melden uns live von der Leiter

Hier gibt es heute live Berichterstattung und Analyse vom Spitzenspiel zwischen Stuttgart und Union, bei dem beide Mannschaften die Gelegenheit haben, wichtige Stufen auf der Leiter ins 'Oberhaus' zu erklimmmen.

Update: Die post-Analyse steht auf Spielverlagerung

Präambel

Union

Die vermuteten Aufstellung zu Beginn, subject to change. Würde sich an Unions Aufstellung etwas ändern , wäre das allerdings überraschend.

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