Erst schlecht, dann glücklich, dann nicht

Wie in der Rückrunde der vergangenen Saison spielt Union in Düsseldorf nicht gut, führt irgendwie trotzdem und verliert dann durch zwei späte Tore Punkte - diesmal mit einer 3-2 Niederlage.

Grundausrichtung

Anders als im Spiel vor einigen Monaten lief Union allerdings in diesem Spiel mit dem gewohnten System auf, inklusive der 2-1 Ordnung im zentralen Mittelfeld, in dem aber wieder Stephan Fürstner statt Marcel Hartel zum Einsatz kam, Kreilach rückte dafür eine Position nach vorn.

Düsseldorf-Union

Spieltag 5, 10. September: Fortuna Düsseldorf 3 - 2 Union. Die Aufstellung zu Beginn, Union muss auf Torrejón und Skrzybski verzichten, für letzteren kommt minimalintensiv Gogia in die Startelf.

Jens Keller und sein Trainerteam lagen richtig damit, zu vermuten, dass Düsseldorf gegen Union nicht wie zuletzt 352, sondern (wie schon gegen Aue) im 4141 spielen würde. Überhaupt war Düsseldorfs Mannschaft deutlich umgestaltet, schon weil Ihlas Bebou nun für Hannover Tore vorbereitet. Für ihn und Lucas Schmitz spielten die Neuzugänge Davor Lovren und Benito Raman.

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Der Spieler Mattuschka

Zur Feier des Tages und des Abschiedsspiels heute Nachmittag für Karim Benyamina und Torsten Mattuschka ein fast gar nicht nostalgischer Blick zurück auf letzteren als Spieler.

Union

Mattuschka am Ball

Für diese Hommage Einzelanalyse habe ich mir ein Spiel aus dem frühen Spätwerk Mattuschkas noch einmal angeschaut: ein 4-2 von Union zu Hause gegen St. Pauli im März 2013. Schon das Hinspiel in Hamburg war eins der Highlights in Mattuschkas Union Karriere, mit zwei spektakulären Toren in einem Unentschieden. In beiden Spielen hat 'Tusche' aber über Torbeteiligungen hinaus gezeigt, was ihn in Unions Spiel wichtig gemacht hat. Genau das wollen wir uns also ein wenig genauer anschauen.

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Gefühlte und gespielte Zeit

Union schießt in einem unterhaltsamen Spiel ein Tor zu wenig - auch, weil es früher aufhört zu spielen als nötig wäre.

Dabei bestimmt Union das Spiel, und erarbeitet sich auch genug Chancen. Dabei hilft, das Union nach dem Spiel in Nürnberg etwas ändert.

Mittelfeldanpassungen

Union-Bielefeld

Spieltag 4, 27. August: 1. FC Union 1 - 1 DSC Arminia Bielefeld. Leistner fehlt verletzt und wird von Schönheim ersetzt, der auf Links in die Innenverteidigung kam, womit Torrejón nach rechts rückte und eine noch größere Rolle im Spielaufbau hatte. im Mittelfeld rückt Kreilach zurück, Hartel in die Mannschaft und Fürstner auf die Bank.

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Conflicted

In einem insgesamt guten und abwechslungsreichen Spiel trennen sich Union und Nürnberg unentschieden, obwohl Union in Franken Probleme im Spielaufbau hat.

Nürnberg-Union

Spieltag 3, 20. August: 1. FC Nürnberg 1 - 1 Union, die Aufstellung zu Beginn:Union kehrt zum FKK Mittelfeld zurück.

Im Vorfeld des Spiels der zwei ungeschlagenen Mannschaften an der Ligaspitze wurde vor allem diskutiert, ob mit der Rückkehr von Stephan Fürstner in Unions Mittelfeld die Defensive wieder stabiler werden würde. Konter, die in den vorhergehenden Spielen immer wieder zu gegnerischen Großchancen geführt haben, waren dann auch tatsächlich kein großes Problem. Das lag aber vor allem daran, dass Union selten in Situationen kam, ausgekontert zu werden.

Expected goals Verlauf

Die Abfolge der Torchancen. Die Graphiken stammen von 11tegen11 (Twitter | Blog), eine einfache Erklärung habe ich hier aufgeschrieben. Union hatte deutlich weniger, in der Summe aber genauso gute Abschlüsse wie die Gastgeber. Allein zwei Chancen (von denen eine mangels Schuss hier fehlt) verdankten sich Balleroberungen von Sebastian Polter.

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Abhängige Variablen

Mit einem mühevollen 1-2 nach Verlängerung kommt der 1. FC Union in Völklingen gegen Saarbrücken in die zweite Pokalrunde, ohne zu überzeugen.

Grundausrichtung

Union begann mit fast komplett neuem Personal, aber der gleichen Grundordnung wie (über weite Strecken) in den beiden Ligaspielen zuvor. Das heißt, dass Union auch gegen den Regionalligisten aus dem Saarland und sein 532 mit einer Doppelsechs auftrat, die nun aus den Reservisten Fürstner und Prömel bestand.

Es stellte sich heraus, dass diese Anordnung nicht etwa zu defensiv war, sondern es ihr im Gegenteil an defensiver Stabilität fehlte. Denn Union bekam vor allem Saarbrückens zentrales Mittelfeld mit Martin Dausch lange nicht unter Kontrolle.

Saarbrücken-Union

DFB Pokal Runde 1, 13. August, FC Saarbrücken 1 - 2 Union: Nur Trimmel und die drei offensiven Mittelfeldspieler werden nicht ausgetauscht.

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Viel Fußball

In einem Spiel, das von allem, was Fußball ist, viel hatte, gewinnt Union gegen Aufsteiger Holstein Kiel 4-3 (3-3[sic]).

Expected goals Karte

Die Expected Goals Karte des Spiels zeigt, dass nicht 'jeder Schuss ein Treffer' war, sondern das Ende jeden Angriffes ein Abschluss aus guten Positionen. Die dann auch noch überdurchschnittlich gut verwertet wurden. Die Graphiken stammen von 11tegen11, hier erkläre ich sie kurz.

Grundausrichtung

Vor dem Spiel hatte Jens Keller angekündigt, vielleicht mit einer taktischen Umstellung offene Räume in Kiels 4141 Formation, die zunächst unverändert zum Saisonstart auflief, finden zu wollen. Dieser Korrespondent vermutete, dass Unions Anpassung darin bestehen könnte, die Mittelfeldaufteilung mit zwei Sechser und einem Zehner umzukehren und stattdessen Damir Kreilach eine Position vor dem dann alleinigen defensiven Mittelfeldspieler Kroos agieren zu lassen.

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Award Show

Zur nun beendeten Saison werden zum ersten Mal die Eiserne Ketten Awards verliehen

upside

Philipp Hosiner ist immer noch vielversprechend, Photo: Stefanie Fiebrig

  • Julian Weigl MVP (wertvollster Spieler):

    Steven Skrzybski hat in dieser Saison seine positive Entwicklung aus der letzten fortgesetzt und war essentiell für eine funktionierende Union Offensive. Neben seinen eigenen Abschlüssen, die noch besser gewählt werden könnten, war er auch dadurch wichtig, durch seine Präsenz auf dem rechten Flügel Räume anderswo zu öffnen. Auch wenn seine Effektivität auf der 10 noch ausbaufähig war, zeigte sich Skrzybskis Wert, als er am Ende der Saison fehlte.

  • Cristiane LVP (least valuable player):

    So leid es mir tut: Eroll. Auch wenn man die Kategorie fairerweise in least valued player umbenennen müsste, war Erolls Beitrag zu dieser Saison minimal. Von seinem starken Spiel in Dortmund einmal abgesehen.

  • Alexander Zickler Einwechslung der Saison:

    Die andere Ausnahme: Erolls Einwechslung in Bielefeld, die half, das Spiel zu verändern und aus einem 3-1 Rückstand eine 4-3 Führung zu machen. Eroll war dabei an einem der schönsten Union Tore der Saison, erzielt von Skrzybski, wesentlich beteiligt.

  • Martin Odegaard Rookie of the Year:

    Lukas Lämmel gewinnt, als einziger echter Debütant der Saison, die Kategorie by default.

  • Bester Spieler:

    Toni Leistner, leader, header, legend.

  • Nicola Sansone Taktikblasenliebling:

    Stephan Fürstner, im Speziellen dafür, wie er mit seiner Antizipationsfähigkeit die Lücken in Unions manchmal eher unkompaktem Pressing füllt.

  • Jermaine Jones Taktikblasenhassspieler:

    Sechser, die sich in eine Aufbaudreierkette fallen lassen, wenn der Gegner nicht besonders aggressiv presst und die Bewegung Anspielstationen minimiert statt zu erhöhen.

  • Björn Jopek High Upside Award:

    Philipp Hosiner, wenn er passend eingebaut wird. Vor allem eine Paarung mit Skrzybski, in der sich beide 10er Raum und Spitze flexibel und variabel aufteilen, bleibt vielversprechend.

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