Saisonziel

Zum Saisonabschluss schlägt der FC Union den Ligameister Freiburg mit dominantem Fußball, Steven Skrzybski und 2-1.

Grundausrichtung

Gegen das Freiburger 442 trat Union in einem 433 an, aus dem sich klare Zuordnungen ergaben: Sören Brandy sollte die Innenverteidiger beschäftigen und den Außenstürmern Gelegenheit geben, die Schnittstellen der Freiburger Abwehr zu attackieren; das Mittelfeldtrio gegen zwei Freiburger das Zentrum dominieren; und die Abwehrspieler je einen Teil der besten Offensivreihe der Liga neutralisieren.

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Eroll Zejnullahu und Stephan Fürstner wechseln sich in ihren Einsätzen ab und letzterer bildet mit Kreilach und Kroos das Mittelfeld. Bobby Wood kann sich zu Beginn auf der Bank von seinem Wechselstress erholen, Quiring steht dafür in der Startelf.

Meter machen

Nach dem Spiel lobte Andre Hofschneider die Mannschaft dafür, anders als eine Woche zuvor die entscheidenden Meter gemacht zu haben, um das Spiel des Aufsteigers zu unterbinden. Welche Meter wohin aber waren das?

Die Formation der Freiburger wie oben geschehen als 442 zu beschreiben ist zwar richtig aber auch missverständlich. Denn anders als es diese Ziffernfolge vielleicht nahelegt liegt der Fokus des Freiburger Offensivspiels nicht auf den Flügeln und Durchbrüchen zur Grundlinie: die Außen Philipp und Grifo schlugen nicht eine Flanke. Vielmehr ziehen beide nach innen und besetzen den Zehnerraum - die Offensivstaffelung ist also eher ein 4222.

Um dagegen zu verteidigen, müssen vor allem die Außenverteidiger aufmerksam sein und ihre Gegenspieler verfolgen und gegebenenfalls an die defensiven Mittelfeldspieler übergeben, ohne dabei die Außenbahnen für ihre aufrückenden Pendents zu öffnen. Dies gelang über weite Strecken sehr gut - den vier angesprochenen Freiburgern gelangen nur drei Anspiele in den Strafraum Unions.

Offensive

Verbesserungen im Offensivspiel waren weit weniger deutlich. In der ersten Hälfte schien die Strategie vor allem darin zu bestehen, dem Freiburger Pressing mit langen Bällen zu entgehen, die von Torwart Haas, den Innenverteidigern oder dem zurückfallenden Fürstner gespielt wurden. Ziel dafür war meistens Brandy, der dazu in Richtung eines der Flügel auswich. Dort postierten sich die Außenstürmer breit in der Hoffnung, verlängerte oder abgelegte Bälle in Richtung Tor aufzunehmen.

Die Tore in der zweiten Halbzeit fielen, weil Union das Pressing höher und intensiver ausführte und so öfter überhaupt in der Freiburger Hälfte kontrolliert in Ballbesitz kam, und außerdem offene Räume vorfand. In beiden Fällen konnten in der Folge die Außenstürmer ihre Rolle erfüllen und die Freiburger Abwehr (mit Läufen oder Abschlüssen) durchbrechen.

Szene des Spiels

Die Szene des Spiels ereignete sich nach 15:20 min AFTV-Zeit, als Daniel Haas aufrückte, um eine Torwartkette zu bilden und Toni Leistner eine Anspielstation ohne Druck gab.

P.s.

Mit diesem Spiel endet die Saison von Union - aber noch nicht die von Eiserne Ketten. Es lohnt sich also hoffentlich auch in den nächsten Wochen noch, hier vorbeizuschauen.

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